Ein scheiß Start ins neue Jahr!

Vor kurzem hörten wir zum ersten Mal den Ausdruck „ein gebrauchter Tag“ und genau das ist für uns bis jetzt dieses Jahr. Gebraucht und nicht sehr pfleglich behandelt. Es fing damit an, dass wir Naomi am 02. Januar einschläfern lassen mussten, einen Tag später starb Katja´s Patenonkel urplötzlich in Deutschland und damit nicht genug, wurde kurz danach auch bei Benson Krebs festgestellt und innerhalb von ca. 4 Wochen baute er so stark ab, dass wir ihn am letzten Montag erlösten.

Anscheinend hat jemand aus unserer Nachbarschaft mitbekommen, dass wir jetzt nur noch 2 Hunde haben und hat dann dem paraguayischen Volkssport gefröhnt und die überschüssigen Hündinnen, die hier eh keiner haben will, vor das Einfahrtstor gelegt. Als Katja gestern morgen aufschliessen ging, fand sie eine Plastiktüte mit 3 ca. eine Woche alten Welpen.

Da wir auf keinen Fall weitere Hunde wollen, gibt es hier, Gott sei Dank, in unserer Nähe eine ältere Schweizerin, die sich liebevoll um solche Fälle kümmert und die auch für diese Drei ruckzuck eine Pflegemami fand. Die Kleinen müssen nämlich jetzt alle 2 Stunden mit der Hand gefüttert werden. Um zu vermeiden, dass wir jetzt monatlich überschüssige Hündinnen vor das Tor gelegt bekommen, werden wir unseren Nachbarn erzählen, dass wir sie getötet haben. Außerdem wird Thomas morgen unserem Aldo sehr anschaulich schildern, was demjenigen, sollten wir es erfahren, blüht, wenn Thomas ihn erwischt…

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Von nix kommt nix

Wer hier in Paraguay ein Haus baut oder kauft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man nicht, wie in Deutschland, erstmal 10 Jahre Ruhe hat, sondern um die Bausubstanz zu erhalten jedes Jahr ein bisschen was investieren muss. Wir haben hier jetzt schon seit über 4 Wochen täglich zwischen 32 und 38 Grad, da ist es nur logisch, dass bei diesen klimatischen Verhältnissen das Material viel stärker beansprucht wird, als in Deutschland. Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass die Baumaterialien hier selten deutsche Qualität haben, muss man eben jährlich gewisse Schönheitsreparaturen, bzw. Ausbesserungen vornehmen. Unsere Holzfenster müssen wir wegen der Sonneneinstrahlung mindestens einmal im Jahr streichen und dieses Mal hatten wir auch Risse in unserer Poolumrandung. Also riefen wir wieder unseren Ruben an und seit 14 Tagen wird bei uns wieder gewerkelt und optimiert.

Und da wir schon dabei waren, wurde auch gleich noch die Duschwanne schön gefliest.

Und so sieht nun das Ergebnis aus:

Außerdem haben wir ja seit einigen Wochen eine Box frei und da sich auf einer Quinta mit 3 Hektar einiges an Werkzeug, Maschinen, Farbeimern, usw. ansammelt, bauen wir auch gleich noch o.g. Box um und Thomas und Aldo haben nun ein neues Deposito und Katja endlich wieder Platz in ihrer Sattelkammer für ihr Pferdezeugs 😉

Bevor der ein oder andere meint, das neue Deposito sehe aber wüst aus, es ist noch nicht fertig 🙂 Wie man auf dem oberen Bild sieht, wurde schon eine Schiene gelegt und so Gott und unser Schlosser will, kommt am Wochenende noch ein Rolltor und dann wird eingeräumt.

Wir sind froh, wenn wir nächste Woche unser Grundstück wieder für uns alleine haben, aber Ignacio, Franzisco und Iram, die drei, die bei uns zur Zeit arbeiten werden etwas traurig sein, denn jeden Tag eine Pause extra inklusive „lecker Bierchen“ gibts nicht auf jeder Baustelle 😉

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Da waren´s nur noch zwei…

Als unsere Nachbarin Pia vor zweieinhalb Jahren nach Deutschland zurück wanderte, suchte sie einen Platz für ihren jungen Wallach „Mimo“. Kurz entschlossen bauten wir eine Box an und unsere 3 Hektar Weide reichen eh für mehr als 3 Pferde. Anfangs integrierte Mimo sich gut in unsere rundum harmonische Herde, allerdings je länger er da war, desto mehr Stress und Streit gab es. Nach einem Jahr entartete das Ganze insoweit, dass wir fast täglich irgendein Pferd verarzten mussten. Da wir 4 Wechselweiden haben, konnten wir ihn erstmal problemlos separat stellen, jedoch ist diese Haltung für ein Herdentier keine artgerechte Haltung. Vor kurzem besuchte uns eine Nachbarin zu Pferde und Mimo und der Wallach von Steffi beschnüffelten sich über den Zaun und waren sich gleich sympathisch. Da Steffi noch ein Pferd für ihre kleine Herde suchte, ritt Katja mit Mimo zu ihr und wir stellten ihn probehalber zu Steffi.

Anscheinend gibt es bei Pferden auch Sympathien und Antipathien, denn inzwischen sind einige Wochen vergangen und laut Steffi vertragen sich die Vier bis zum heutigen Tage problemlos.

Wir freuen uns für Mimo, dass er mit seinen neuen Kumpels über 10 Hektar Auslauf verfügt und hoffen, dass es weiterhin so gut klappt…

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Ocho de diciembre

Wie schon in einem älteren Blogeintrag geschrieben, ist Caacupé die größte Pilgerstadt Paraguays. Von der Größe her vergleichbar mit einer deutschen Kleinstadt, wird sie einmal jährlich zum Zentrum zigtausender Pilger. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder ganze Busladungen kommen in der Woche vor dem 8. Dezember hier an und das Ganze erinnert an ein riesiges Volksfest. Auch der Bischof von Caacupé hält einige Messen und prangert regelmäßig die Misstände des Landes an, ohne allerdings etwas zu bewirken 😉 Ganz pragmatisch geht es den Paraguayern erst mal ums Geldverdienen und so ziehen hunderte Straßenverkäufer umher und jeder freie Quadratmeter ist von Verkaufsständen belegt. Am Freitag taten wir uns das Spektakel auch an, aber alle 5 Jahre reicht….

 

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Feuer frei ;-)

Obwohl es in Paraguay ein Verbot gibt, brand zu roden, hält sich, wie in vielen anderen Sachen auch, hier kein Schwein dran. Als wir gestern Richtung Straße sahen, bemerkten wir in der Nähe von Aldo´s Haus Rauchschwaden.

Zuerst machten wir noch Witze, doch angefacht von einem starken, böigen Nordwind war das Feuer rasch außer Kontrolle.

Gott sei Dank liegt unser Grundstück östlich des Feuers und so konnten wir zusehen, wie es sich auf der anderen Straßenseite langsam von Nord nach Süd fraß. Wir passten nur ein wenig auf, damit keine Funken auf unser Grundstück flogen und fragten sicherheitshalber auch gleich bei Victor, unserem Versicherungsmensch nach, ob unsere Hausversicherung auch für diesen Fall gelte. Er war kurz etwas erschrocken, bestätigte uns aber dann, dass dies auch abgesichert sei.

Wirklich gefährlich wurde es für uns nie, allerdings brannte das Feuer an unserem Stromtrafo vorbei und konnte erst wenige Meter vor den Hochtanks unseres Stadtwassers zum Erliegen gebracht werden.

Wie hier üblich, versammelte sich die ganze Nachbarschaft und klopfte mit Ästen das Feuer wo es ging zu Tode 😉 und auch unser Comisario war da und schaute sich das ganze Spektakel an.

Auch die Feuerwehr wurde sofort angerufen, bis jetzt ist sie noch nicht hier, wahrscheinlich fehlt mal wieder Nafta 🙂 Gracias a Dio ist das Ganze noch glimpflich abgegangen, aber da Thomas kurzzeitig komplett im Rauch stand, können wir uns nun vorstellen, wie es ist, wenn man von einer auf die andere Sekunde nichts mehr sieht, nicht mehr atmen kann und auch keine Orientierung mehr hat. Heute regnet es schon den ganzen Tag und somit ist die Gefahr bis auf weiteres gebannt.

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