Alle Jahre wieder…

Seit wir hier in Paraguay sind, hat Katja´s Mutter ständig Sehnsucht nach ihrer Tochter 🙂 Hauptsächlich deshalb fliegt Katja einmal jährlich in die alte Heimat. Natürlich steht nicht nur Familie, sondern auch Freunde und ehemalige Arbeitskolleginnen auf dem Besuchsplan. So kommt es, dass Katja in einer Woche dreimal bei unserer Griechin Polly essen war!!!

Auch abseits des kulinarischen war es eine erfolgreiche Reise, denn es gibt immer einige Dinge, die in Deutschland bedeutend billiger, bzw. überhaupt vorhanden sind und somit ist der Koffer auf dem Rückweg immer zum Bersten voll. Erwähnenswert ist auch, dass in Deutschland Frühsommer war, während wir hier schon Richtung Winter gingen und, oh Wunder, die Temperaturen waren nahezu identisch 🙂 Die Zeit, die wir in unserem alten Dorf verbringen, sind wir immer bei unseren Freunden Ulla und Norman und es freut uns ganz besonders, dass uns die beiden im November endlich auch einmal besuchen kommen.

Es ist ja allgemein bekannt, dass die Frauen das durchtriebenere Geschlecht sind und da Thomas vorher einige Male erwähnte, dass er mit diesem großen Haus vielleicht eine Empleada bräuchte, organisierte Katja zusätzlich zu unserem Oskar flux noch 2 zusätzliche fünf Wochen alte Welpen 😛 Somit begann sein Tag morgens kurz vor fünf und endete nach 22:00 Uhr. Und was soll man sagen, für eine Empleada hatte Thomas keine Zeit, dafür hat er 3 kg abgenommen… 😉

Im Spätjahr will Thomas nach Deutschland fliegen und er hat Katja schon angedroht, ihr dann 3 Fohlen vors Haus zu stellen 😉

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Flaschenkinder

Die Situation der Strassenhunde in Paraguay ist allgemein bekannt, hier in Caacupé gibt es einige Leute, die sich zur Aufgabe gemacht haben, ihnen zu helfen. Wenn man sich jedoch zu stark engagiert läuft man Gefahr, von der Aufgabe aufgefressen zu werden. Deshalb haben wir angeboten, bei Bedarf kurzzeitig mal einzuspringen, wie z.B. eine frisch kastrierte Hündin zu pflegen oder auch mal einen Wurf Welpen mit der Flasche groß zu ziehen. Neulich kam dann ein Anruf und wieder mal waren 6 Welpen in einem Karton von irgendeinem Arschloch auf die Strasse geworfen worden und da sie erst gut eine Woche alt waren, mussten sie mit der Flasche aufgezogen werden. Seit ca. 2 Wochen haben wir die 4 Überlebenden bei uns und Katja schläft mit ihnen im Gästezimmer und füttert sie im 3-Stunden-Rhythmus.

Wir werden nun versuchen die Kleinen irgendwie zu vermitteln, sollte das jedoch nicht klappen, werden sie in einigen Wochen bei Suzanne unterkommen.

Im Moment wiegen sie mit ca. 3 Wochen nur 600-700 g , das heißt sie werden nicht allzu groß werden 🙂 Es sei ihnen zu gönnen, dass sie ein schönes zu Hause finden, das ist nicht vielen hier vergönnt, denn der Umgang mit Tieren hier in Paraguay ist meist zum Kotzen…

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Oskar

Nachdem unsere beiden Australian Shepherd, die wir aus Deutschland mitgebracht hatten, kurz nacheinander eingeschläfert werden mussten, wollten wir eigentlich keine weiteren Hunde mehr. Allerdings waren unser Dante und unsere Smilla jetzt nicht soo die geborenen Schutzhunde und hier auf dem Land sollte man schon einen Wachhund haben, der etwas darstellt. Nun hat eine Bekannte von uns in Deutschland einen Cane Corso und diese große, imposante Rasse hat uns schon immer gefallen. Wie es der Zufall will, stand vor Kurzem im hiesigen Anzeigenblatt, dass Dogo Argentino-Cane Corso-Mischlingswelpen abzugeben wären.

Kurz entschlossen fuhren wir nach Villarica, schauten uns den Wurf an und eine Woche später holten wir unseren „Oskar“.

Eigentlich gingen wir davon aus, dass die Molosseranteile dieser Mischung uns einen ruhigen, gemütlichen Welpen bescheren würde. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt und so haben wir uns einen schwarz-weißen Schlappohr-Malinois ins Haus geholt 🙂

Gleich am ersten Tag lag er im Pool und seit dem sind weder Pflanzen, Katzen und schon gar nicht die zwei anderen Hunde vor ihm sicher. Nichtsdestotrotz hat er ein super Wesen, er ist aufgeschlossen, muy guapo, nur beim Autofahren kotzt er immer, doch dafür haben wir ihm jetzt Reisetropfen geholt 😉 Im Moment hat er erst 8 kg, aber wenn er mal ausgewachsen ist und nur halbwegs nach seinen Eltern kommt, gibt das ein Brocken von über 50 kg. Da wir in Deutschland über 20 Jahre Hunde ausgebildet haben, werden wir aus dem Kleinen sicher einen guten Wachhund machen 🙂

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Heimweh…

Letztes Jahr ließ die Auslastung unseres Gästezimmers zu wünschen übrig, doch vor kurzem hatten wir nach eineinhalb Jahren mal wieder Besuch. Unsere ehemalige Nachbarin Pia kam für 14 Tage nach Paraguay und hatte auch gleich Glück mit dem Wetter. Die ersten 5 Tage regnete es ununterbrochen und es kam so viel Wasser vom Himmel wie in Deutschland in 4 Monaten. Dann wurde es besser und nach 2 Tagen hatte Pia einen sehenswerten Sonnenbrand 🙂 Da sie selbst 6 Jahre hier gelebt hatte, standen natürlich viele Treffen mit alten Bekannten und Nachbarn an.

Da Pia eine passionierte Reiterin ist, unternahmen Katja und sie auch einige Ausritte. Auf einem dieser längeren Ausritte ging ihr unser Guazu stiften und so wurde aus dem Ausritt ein ausgedehnter Spaziergang 😉

Pia hatte immer gern in Paraguay gelebt und auch heute noch denkt sie in Deutschland täglich an das Land, was bei solchen morgendlichen Ausblicken leicht nachzuvollziehen ist.

Irgendwann will Pia zumindest für einige Monate im Jahr wieder hier leben, bei uns ist sie immer willkommen… vamos a ver!

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Hundeelend…

Wer in Paraguay lebt, merkt relativ schnell, dass es hier ganz andere Prioritäten als in Deutschland gibt. Sei es der Umgang mit dem Müll, er wird oft einfach auf die Straße geworfen, bzw. im Garten verbrannt, oder auch sehr beliebt: das Fahren auf dem Moto zu Dritt, zu Viert, oder auch zu Fünft bei Nacht ohne Licht… das Alles ist hier alltäglich. Man gewöhnt sich dran, woran wir uns aber nicht gewöhnen, ist der verantwortungslose Umgang mit Tieren. Kühe werden ohne Wasser den ganzen Tag am Straßenrand angebunden, Hühner, Katzen und Hunde lässt man einfach rennen. Da wir selber schon immer Hunde hatten, stößt uns die Ignoranz der Paraguayer ihren Hunden gegenüber besonders auf. Wenn wir z.B. zu unserem Tierarzt Felipe fahren, sehen wir auf der Straße immer wieder Welpen und Hunde und viele davon sind krank. Bei Felipe angekommen, bringt ein anderer Teil der Paraguayer ihre Fifis zum Baden und Scheren dort vorbei. Es gibt, Gott sei Dank, hier einige Europäer, die sich um die Straßenhunde kümmern, wobei auch klar sein muss, man kann nicht jeden retten. Die drei Hündinnen, die vor kurzem bei uns vors Tor gelegt wurden, brachten wir deshalb zu Suzanne, die sich rührend um ihre inzwischen 40! Hunde kümmert. Suzanne hat jahrelange Erfahrung damit, hält die Hunde in verschiedenen Rudeln, nichtsdestotrotz ist es für sie und ihre Helfer ein Ganztagesjob. Wir haben jetzt mit ihr ausgemacht, ab und an vielleicht eine frisch kastrierte Hündin „stationär“ für einige Zeit aufzunehmen, allerdings sind unsere verbliebenen Hund für uns genug. Bei der Weitervermittlung wollen wir ihr auch helfen und einige Bekannte von uns werden wahrscheinlich Hunde von Suzanne aufnehmen. Wer also einen Hund braucht, von Welpen bis Erwachsenem ist alles abzugeben, kann sich gerne bei uns melden 😉 Wenn Katja demnächst nach Deutschland geht, wird sie alle Verwandten und Bekannten um eine Spende anranzen 🙂 , denn eine Kastration ist hier zwar mit umgerechnet ca. 30€ relativ billig, allerdings bei der schieren Masse kommt auch etwas zusammen. Unten nun einige Bilder der zur Zeit zu vermittelnden Hunde, vielleicht findet ja der ein oder andere einen Platz.

Kleine ca. kniehohe Hündin, sieht schick aus mit ihren riesigen Ohren 😉
Relativ große ca. halbjährige Hündin, ein Seelchen. – VERMITTELT!-


Sie lebte ursprünglich bei Senor Lindo, unserem verstorbenen Nachbarn, wir hatten sie an einen Österreicher vermittelt, der allerdings inzwischen auch verstorben ist, was aber definitiv nichts mit der Kleinen zu tun hat 🙂
Eine Schwester der weiter oben vorgestellten Hündin, auch eine Liebe. – VERMITTELT! –
Fast schneeweiß mit blauen Augen, eine echte Schönheit
Einer von drei ca. 10 Wochen alten Welpen.
Er z.B. war jahrelang angekettet, bis die Kette eingewachsen war, leider verträgt er sich nicht mit Rüden, sonst hätten wir ihn selbst genommen.
Soraya war schonmal bei einem Österreicher, der aber leider verstorben ist.
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